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Informalität – Globalisierung: Neue Formen der gewerkschaftlichen Organisation am Beispiel StreetNet - Karin Pape (2003)


Informalität – Globalisierung: Neue Formen der gewerkschaftlichen Organisation am Beispiel StreetNet (*)

von Karin Pape, Global Labour Institute

Die informelle Arbeit, der informelle Sektor, die informelle Ökonomie, kurz: die Informalität hat seit einiger Zeit „Konjunktur”. Es ist die andere Seite der Medaille der Globalisierung, ein Begriff, der nicht weniger oft durch alle Medien schwirrt und genau so schlecht zu greifen ist. Wie auf der internationalen Arbeitskonferenz der ILO 2002 gemeinsam von den Regierungen, Arbeitgeber- und Gewerkschaftsvertretern festgestellt wurde, gibt es einen Zusammenhang zwischen der veränderten Arbeitsorganisation einerseits und dem Anwachsen der informellen Ökonomie andererseits.[1]


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Was ist informelle Arbeit?

Bei der informellen Ökonomie ist man sich eher darüber einig, was es NICHT ist als darüber was es ist. Informalität steht für

nicht gemeldete und nicht dokumentierte ökonomische Aktivitäten

Arbeitsverhältnisse, die der Normalität der arbeitsvertragsrechtlichen Gestaltung nicht entsprechen, d.h. ohne Schutz durch Sozialversicherungen, aber auch

illegale und kriminelle ökonomische Aktivitäten, also

insgesamt ökonomische Aktivitäten, die sich staatlicher Regelung entziehen, gemäß des jeweiligen nationalen Kontextes, der von Land zu Land sehr unterschiedlich ist.

Die illegalen und kriminellen ökonomischen Aktivitäten sind deshalb nicht zu vernachlässigen, weil es sich um einen wachsenden Trend handelt, der insgesamt besorgniserregend ist, da er sich gegen jede Form von Zivilgesellschaft richtet und von daher auch gegen die Interessen der arbeitenden Menschen, die auf den Verkauf Ihrer Arbeitskraft angewiesen sind. Betonen muß man allerdings, daß die überwiegende Mehrheit der Menschen, die weltweit in der “Schattenwirtschaft” tätig sind, nichts zu tun haben mit kriminellen Aktivitäten. Sie sind gezwungen außerhalb normierter Arbeitsverhältnisse ihre tägliche Existenz zu sichern und bleiben damit doch an der Armutsgrenze. Es gibt auch jene, die freiwillig genormte Arbeitsverhältnisse verlassen, da sie als Selbständige, z.B. auf Honorarbasis, mehr Geld verdienen können und/oder mehr persönliche Freiheit haben. Sie können somit Teil der „informellen Ökonomie” sein. Diese Gruppe ist verschwindend gering und sie sind nicht diejenigen, die das weltweite Wachstum der informellen Ökonomie ausmachen. Die Gruppe derer, die sich durch illegale und kriminelle Aktivitäten auszeichnen ist zwar anwachsend, gleichwohl ist dies kein Terrain für gewerkschaftliche Arbeit, sondern eher für die Ordnungsinstitutionen des jeweiligen Landes und Interpol und soll deshalb in diesem Kontext ausgeblendet bleiben.

(*) eine kürzere Fassung dieses Artikels erschien in: Mitbestimmung, Magazin der Hans Böckler Stiftung, September (nr. 9), 2003 (www.mitbestimmung.de)


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Was ist das besondere an der Arbeit in der informellen Ökonomie?

Arbeitnehmer/innen in der informellen Ökonomie arbeiten unter ungeschützten, insgesamt schlechteren Bedingungen, was Arbeitsbedingungen und Einkommen anbelangt als Arbeitnehmer/innen in der formellen Ökonomie. Der Trend des „informellen Sektors” ist steigend: in manchen Ländern Afrikas beträgt er bis zu 90% der Volkswirtschaft[2]. Eigentlich müßte also die informelle Arbeit als „normal” gelten und die formelle als Ausnahme und nicht umgekehrt. Gesellschaftliche Normen werden aber nicht vor Ort bestimmt, sondern zunehmend im globalen Raum auf dem Weltmarkt. Es wird mittlerweile davon ausgegangen, daß es ein weltweites Erwerbspotential von 3 Milliarden Menschen gibt, wovon 1/3 arbeitslos oder unterbeschäftigt ist[3]. Von 100 Menschen sind 6 ohne Erwerbsarbeit, 16 verdienen weniger als 1 US-$ pro Tag und von den restlichen 78 gibt es viele mit Niedrigeinkommen, die kaum in der Lage sind ihre Lebenshaltungskosten zu decken.[4]


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Was bedeutet das für Gewerkschaften?

Durch die globale Neu-Strukturierung der Ökonomie (z.B. Verlagerung von Produktionsstätten, Ausgliederung von Betriebsteilen und zunehmende Auftragsvergabe an Subunternehmen) sind die Adressaten der traditionellen, westlichen Gewerkschaften (hauptsächlich männliche Facharbeiter) im Verschwinden begriffen. Für die Gewerkschaftsbewegung hat diese Entwicklung entsprechende Folgen: zunehmender Mitgliederschwund im formellen Sektor aufgrund geringerer Beschäftigten, und das weltweit[5]. Dieses betrifft auch die Industrienationen. Der Zugang der Gewerkschaften zu den arbeitenden Menschen im informellen Sektor ist nicht automatisch gegeben - und umgekehrt. So gibt es mittlerweile eine Fülle von selbständigen Organisationen in denen sich die Arbeiter/innen im informellen Sektor zusammen geschlossen haben oder solche, die sich ihren nationalen Gewerkschaftsverbänden angeschlossen haben. Teilweise sind diese Mitgliedsorganisationen auch international organisiert.

StreetNet – ein Beispiel für einige :

Ein Beispiel für einen internationalen Zusammenschluß ist STREETNET INTERNATIONAL ALLIANCE OF MARKET AND STREET VENDORS, kurz StreetNet, ein Dachverband der sich im November 2002 in Durban, Südafrika gegründet hat. Es sind dies 29 Gründungsorganisationen aus Afrika, 10 aus Asien, und 6 aus Lateinamerika mit unterschiedlichen Organisationsgraden.

Ich sprach mit Pat Horn, der internationalen Koordinatorin von StreetNet in Durban, Südafrika.

Karin Pape:

Pat, warum glaubt ihr, daß eine internationale Organisation notwendig ist? Lassen sich die Probleme von Straßenverkäufern nicht besser vor Ort lösen?

Pat Horn:

Es gibt bereits viele lokale Organisationen, die Straßenverkäufer organisieren, die sich für die Verbesserung der Arbeitsbedingungen auf lokaler Ebene einsetzen und versuchen ihre Mitglieder vor Übergriffen von lokalen Behörden zu beschützen. Aber alle diese Organisationen stoßen irgendwann an Grenzen. Nimm als Beispiel die Betriebsräte in Deutschland oder gar die Eurobetriebsräte auf europäischer Ebene: sie können viel erreichen auf lokaler, nationaler oder auch europäischer Ebene, aber viele Beschäftigte haben das Gefühl, daß sie zusätzlich gewerkschaftlich organisiert sein sollten, u.a. deshalb weil Gewerkschaften auch weltweit organisiert sind. Warum? Um die Möglichkeiten von Solidarität maximal auszuschöpfen. Lokale Konflikte müssen zusammengeführt werden für weitergehende Ziele auf den nächsten Ebenen. Das gleiche gilt für StreetNet: StreetNet ist die internationale Organisation, die versucht die verschiedenen lokalen Organisationen von Straßenverkäufern und Gewerkschaften, die Straßenverkäufer organisiert haben, weltweit zusammenzuführen und mit einer Stimme zu sprechen. Wir versuchen ihre Verhandlungspositionen zu verbessern, sie mit Informationen zu versorgen, u.a. über erfolgreiche Beispiele, wo es lokalen Organisationen gelungen ist Verbesserungen durchzusetzen. Du glaubst ja nicht, wie viel ernster kommunale Behörden lokale Organisationen behandeln, wenn sie wissen, daß sie internationale Verbindungen haben! So ist die Funktion von StreetNet mehr organisatorische Unterstützungsarbeit für ihre Mitgliedsorganisationen als das direkte Organisieren von Mitgliedern – das wird vor Ort geleistet.

Karin Pape:

Pat, kannst du uns ein oder zwei Beispiele nennen, die veranschaulichen, wie eure internationale Arbeit aussieht, evtl. auch welche Erfolge ihr durch eure Aktivitäten erzielen konntet?

Pat Horn:

Das beste Beispiel ist der Fall der koreanischen Straßenverkäufer während der Fußballweltmeisterschaft im letzten Jahr. Die „National Federation of Street Vendors of Korea (NFSVK)“ schaltete StreetNet ein, um durch internationale Unterstützung Druck auf die Regierung und den Bürgermeister von Seoul auszuüben, damit die Straßenverkäufer nicht von den Straßen vertrieben würden. StreetNet schickte eine Petition, die von unseren Mitgliedsorganisationen aus zehn verschiedenen asiatischen Ländern unterzeichnet war, an den Präsidenten von Korea, den Bürgermeister von Seoul und den Präsidenten der FIFA, daß sie lieber mit dem NFSVK über die Bedingungen des Straßenverkaufs verhandeln sollen als die Straßenverkäufer zu vertreiben. So könnten die Straßenverkäufer, wie andere Koreaner auch, von der Fußballweltmeisterschaft profitieren und würden nicht ihrer Existenzgrundlage beraubt werden. Wir glauben, daß nur wegen der internationalen Focussierung des Problems, es gelungen ist, daß die koreanischen Behörden die Straßenverkäufer nicht von den Straßen vertrieben haben. Anders als es beispielsweise der Fall war während der Olympischen Spiele Mitte der 80er Jahre als Straßenverkäufer rücksichtslos verjagt wurden und dies von niemandem wahr genommen wurde. Diese gesamte Kampagne ist im übrigen dokumentiert und kann auf unserer web-site nachgelesen werden.

Karin Pape:

Gibt es ein aktuelles Beispiel für ähnliche Aktivitäten?

Pat Horn:

Ja, es gibt gerade eine goße Auseinandersetzung zwischen der „Zambian National Marketeers’ Association (ZANAMA)“ und den lokalen Behörden von Kitwe, einer Stadt in Zambia, über die einseitige Erhöhung von Standgebühren seitens der Behörden. In diesem Zusammenhang sind sogar der Schatzmeister von StreetNet und weitere 27 Mitglieder von ZANAMA festgenommen worden. Sie wurden zwei Tage später wieder frei gelassen, mußten sich aber im März vor einem Gericht verantworten, weil sie zu einem illegalen Boykott der einseitig festgesetzten Standgebühren aufgerufen haben. Wir setzen uns dafür ein, daß die Verhandlungen zwischen den Behörden und ZANAMA wieder aufgenommen werden, so wie dies in der Vergangenheit gängige Praxis war. Außerdem meinen wir, daß die Behörden als Gegenleistung für die Erhebung von Standgebühren entsprechende Leistungen anbieten müssen: wie beispielsweise die Abfallbeseitigung, inkl. Reinigung der Straßen und die Gewährleistung von Sicherheit für die Straßenverkäufer. Dies wurde bisher von den ZANAMA Komitees selbst übernommen. Erhöhung von Gebühren ohne Gegenleistung, das wollen und können unsere Mitglieder nicht hinnehmen. Ich bin aber zuversichtlich, daß es zwischen ZANAMA und den Behörden, mit der Unterstützung von StreetNet, zu einer für beide Seiten akzeptablen Lösung kommen wird. Immerhin bestehen 80% aller Einkünfte der Stadt Kitwe aus den Standgebühren der Straßenverkäufer.

Karin Pape:

Auf eurer web-site erfährt man, daß ihr euch für eine ILO-Konvention, die den Schutz der Straßenverkäufern gewährleisten soll, einsetzt. Warum glaubt ihr, daß so eine Konvention wichtig ist? Wie würdet ihr mit solch einer Konvention – wenn sie denn zustande käme – umgehen? Welchen Nutzen hätte sie für euch?

Pat Horn:

Eigentlich ist die Idee mit der Konvention ziemlich veraltet. Sie ist entstanden im Zusammenhang mit der Diskussion um die „Homeworkers’ Convention“[6], aber ich persönlich bin nicht davon überzeugt, daß eine Konvention für Straßenverkäufer ein realistisches Ziel ist. Ich glaube sogar, daß sie nicht nötig ist. Trotzdem will StreetNet seine Mitglieder überall dort repräsentieren, wo im weitesten Sinne über die informelle Öknomoie diskutiert wird und wo über internationale Konventionen oder Empfehlungen Beschlüsse gefaßt werden – so wie im letzten Jahr auf der Konferenz der ILO, wo wir im Rahmen von WIEGO, wie ich meine, erfolgreiche Lobby-Arbeit geleistet haben.

Karin Pape:

Erzähle uns kurz davon: Was ist WIEGO? Welche Erfolge habt ihr auf der ILO-Konferenz 2002 erzielt?

Pat Horn:

WIEGO steht für: Women in Informal Employment: Globalizing and Organizing. WIEGO ist ein weltweites Netzwerk von Organisationen und Einzelpersonen, die sich zum Ziel gesetzt haben, die Probleme in der informellen Ökonomie auf die Tagesordnung zu setzen und an Lösungsstrategien zu arbeiten, insbesondere für Frauen. Obgleich StreetNet keine Organisation ist, die auf Frauen beschränkt ist, arbeiten wir aktiv bei WIEGO mit. WIEGO umfaßt Organisationen, wie beispielsweise SEWA[7] in Indien und StreetNet, aber auch akademische Forschungsorganisationen, wie z.B. Harvard University in Cambridge Massachussets, USA und UNIFEM. Diesem akademischen Rückrat ist es z.B. zu verdanken, daß wir mittlerweile bessere Informationen über das Ausmaß der informellen Ökonomie besitzen, also schlicht verbessertes statistisches Material. Außerdem fördert WIEGO alle Aktivitäten, die dazu führen, daß sich Arbeiter, und hier insbesondere Arbeiterinnen, in der informellen Ökonomie gewerkschaftlich organisieren. Wir glauben, daß dies ein wichtiger Ansatzpunkt ist, wenn nicht gar der wichtigste, um die Lebens- und Arbeitsverhältnisse dieser Menschen zu verbessern.

Karin Pape:

Und ihr habt mit WIEGO eine weitere internationale Vernetzung.

Pat Horn:

Genau. Wie nützlich so etwas ist, hat sich, wie schon angedeutet, auf der letzten ILO-Konferenz gezeigt. Wir sind dort mit ca. 20 Personen, im wesentlichen Frauen (mit drei Ausnahmen) vertreten gewesen. Einige von uns waren reguläre Delegierte, nominiert von ihren nationalen Gewerkschaftsverbänden, einer von uns war von der britischen Regierung als Regierungsvertreter entsandt. Wir anderen hatten NGO-Status, konnten also mit diskutieren, aber nicht mit abstimmen.

Karin Pape:

Kannst du uns in zwei Sätzen sagen, inwiefern ihr Einfluß auf die Debatte um die informelle Ökonomie auf der Konferenz genommen habt? Was wäre anders gewesen ohne eure Lobby-Arbeit?

Pat Horn:

Unser größter Erfolg war sicherlich, daß wir klar gemacht haben, daß die überwiegende Mehrzahl der Menschen, die in der informellen Ökonomie arbeiten, Arbeiter bzw. Arbeiterinnen sind, nur zu wesentlichen schlechteren Bedingungen als Arbeiter und Arbeiterinnen in normalen Arbeitsverhältnissen. Es führt zu einer Verharmlosung des Problems, wenn man diese Menschen als Kleinunternehmer charakterisiert, so wie das die Arbeitgeberdelegierten vertreten haben und es würde auch dazu führen, daß schon im Ansatz falsche Lösungsstrategien entwickelt würden. In den Verlautbarungen der ILO wird jetzt von „own-account-workers” gesprochen. Es mag vielen banal erscheinen sich um die richtige Sprache zu streiten, aber wir glauben, daß gerade durch diese Diskussion ein völlig anderes Problembewußtsein, so wohl bei den Regierungen, als auch bei den Gewerkschaften und den Arbeitgeberverbänden entstanden ist. Dazu haben wir im wesentlichen beigetragen.

Karin Pape:

Und eine letzte Frage: das Verhältnis zwischen Nicht-Regierungsorganisationen und Gewerkschaften ist nicht immer einfach. Wie ist euer Verhältnis zu den Gewerkschaften und – da StreetNet und WIEGO international agieren – wie ist das Verhältnis zum Internationalen Bund Freier Gewerkschaften (IBFG)?

Pat Horn:

Zum einen muß ich betonen, wenn es z.B. um StreetNet geht, daß in unserem Netzwerk viele Gewerkschaftsverbände Mitglied sind. Andere Organisationen, wie z.B. SEWA in Indien, sind entstanden, weil die traditionellen Gewerkschaften, in diesem Fall die Textilarbeitergewerkschaft, nicht bereit waren die Belange und Forderungen der Frauen wirksam zu vertreten. SEWA versteht sich aber als Gewerkschaft und ist mittlerweile Mitglied in drei internationalen Berufssekretariaten. Insofern sind die Grenzen zwischen Nicht-Regierungsorganisationen einerseits und Gewerkschaften andererseits fließend. Wir betrachten alle Nicht-Regierungsorganisationen, die sich für Gewerkschaftsrechte einsetzen, als natürliche Verbündete. Die traditionelle Gewerkschaftsbewegung hat oft keinen Zugang zu den Beschäftigten in der informellen Ökonomie. Wenn sich die Menschen dort selbst organisieren, so werden sie zunächst als Nicht-Regierungsorganisation betrachtet. Manchmal gibt es Berührungsängste, manchmal gliedern sie sich als Teil in die traditionellen föderalen gewerkschaftlichen Strukturen ein. Im Grunde genommen sind die traditionellen Gewerkschaften die ältesten Nicht-Regierungsorganisationen, die es gibt. Im Bündnis mit den neuen, die entstehen, und die sich für die Stärkung der Rechte und Verbesserung der Lebens- und Arbeitsbedingungen einsetzen, haben wir eine bessere Chance diese Ziele zu erreichen als jeder für sich alleine. Auch dieses ist nicht neu, aber immer noch wahr: nur durch Solidarität erreichen wir etwas. Was den IBFG anbelangt: wir haben gute Kontakte und einen regelmäßigen Austausch.

Karin Pape:

Pat, vielen Dank für dieses Gespräch.


Literatur:

Altvater/Mahnkopf (2002): Globalisierung der Unsischerheit, Arbeit im Schatten, Schmutziges Geld und informelle Politik, Münster (Westfälisches Dampfboot)

Gallin, Dan (2001): Propositions on Trade Unions and the Informal Employment in Times of Globalisation, in: Antipode. A Radical Journal of Geography, Vol.33, No. 3 (2001), S. 531-549

HomeNet (1989): The HomeNet Guide: Using the ILO Convention on Home Work (Leeds)

HomeNet (1998): the Newsletter of the International Network for Homebased Workers (Leeds), Nr. 10. S. 10-11

HomeNet (2001): the Newsletter of the International Network for Homebased Workers (Leeds), Nr. 15, S. 3-4

Internationale Arbeits-Organisation (IAO):

(1997/1998): World Labour Report

(2002a): Menschenwürdige Arbeit und die informelle Wirtschaft, Bericht VI, Internationale Arbeitskonferenz 90. Tagung 2002

(2002b): Provisional Record 25, Ninetieth Session, Sixth item on the agenda: The informal economy (general discussions), Report of the Committee on the Informal Economy

Visser, Jelle (2002): Unions, Unionisation and Collective Bargaining. Trends Around the World. Paper for the ILO.

Internet-Adressen (web-sites):

www.streetnet.org.za

www.global-labour.org

www.wiego.org

www.sewa.org

Kontakte:

Gallin, Dan: gli@prolink.ch

Horn, Pat: phaps@netactive.co.za

Wiego: wiego@ksg.harvard.edu


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[1] Vgl. ILO(2002b),S.25, Punkt 8

[2] Vgl. ILO(2002a):S. 20ff. :In Lateinamerika wird von einem Anteil von 58% (1997) der informellen Ökonomie ausgegangen, in den Ländern Mittel- und Osteuropas zwischen 10% und 28%, in Asien ca. 60%, in den fortgeschrittenen Industriestaaten zwischen 7 und 19%.

[3] Altvater/Mahnkopf(2002): S. 97, gemäß Schätzungen der ILO

[4] ebda

[5] vgl. Visser, Jelle (2002): S. 14f und S. 18ff

vgl. Gallin, Dan (2001): S. 535f.

vgl. ILO (1997/1998) S. 8

[6] Das „Übereinkommen über Heimarbeit” (Nr. 177) und die Empfehlung über Heimarbeit (Nr. 184), 1996 wurde bisher nur von zwei Ländern, Finnland und Irland, ratifiziert. Gleichwohl werden diese Vereinbarungen von allen genutzt, die sich weltweit für die Verbesserung der Bedingungen von Heimarbeitern und Heimarbeiterinnen einsetzen. Vgl. z.B. Veröffentlichungen von HomeNet.

[7] SEWA: Self Employed Women’s Association, gründete sich in 1972; Näheres siehe: www.sewa.org